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UC-46 · Schritt 3.2 · Alle Tools · Nachbau Setup ~60 Min · Geprüft 08.2026

Montags wissen, was getragen hat

Montags meldet ein geplanter Cowork-Lauf die Umsatzbewegung der Woche, und ihr könnt zurückfragen statt nur zu lesen.

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Der Prompt · Ausschnitt 54 Zeilen · 4.582 Zeichen
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Das Problem

Das Dashboard zeigt Sends. Gefragt ist Umsatz.

Montagmorgen im CRM-Team: Das Dashboard zeigt Sends, Zustellraten und Öffnungen. Die Frage aus dem Meeting beantwortet es nicht. Hat die Woche Geld gebracht, und welcher Flow hat es gebracht? Dafür klickt sich jemand durch Reports, jede Woche neu.

Die Umsatzzahlen existieren ja, sie liegen nur verstreut. Flow-Reports hier, Kampagnen-Ansicht da. Der Umsatz je Empfänger steht nirgends, den rechnet jemand von Hand aus, wenn überhaupt. Ein Bild davon, was trägt, entsteht nur, wenn es sich jemand zusammensucht. Und die erste Rückfrage danach beginnt dieselbe Sucherei von vorn.

Und dieser Jemand hat Urlaub. Hängt der Wochen-Check an einer Person, ist ihre Abwesenheit ein blinder Fleck von drei Wochen. Umsatzbewegungen halten sich aber nicht an Bürozeiten, und ein Flow fällt nicht nur dann aus, wenn jemand hinschaut.

Der Hebel ist die Zeit bis zum Merken. Eine Wiederkauf-Strecke, die aufhört zu tragen, kostet jede Woche still weiter Umsatz. Wer das montags sieht statt im Quartalsreview, greift nach einer Woche ein statt nach zehn. Und ein Team, das mit demselben Umsatzbild startet, diskutiert Maßnahmen statt Datenstände.

Anleitung

So baust du es nach

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Bevor du startest: was du brauchst
Cowork-Zugang mit geplanten Läufen (Scheduled Tasks)
Lese-Connector zu eurem Tool steht und liefert auch Umsatzfelder
Ein Rückkanal fürs Briefing: Slack-Channel oder Mail-Verteiler
Funktioniert mit Klaviyo, Braze und Brevo, nur Lese-Zugriff nötig
01 Prüfen, dass der Lese-Connector steht und Umsatz liefert. Testfrage nach dem Umsatz einer konkreten Kampagne der Vorwoche. Kommt keine Zahl, fehlt die Grundlage fürs ganze Briefing.
02 Prompt kopieren, die Kontext-Slots ausfüllen und als geplanten Lauf anlegen. Montag früh, vor eurem ersten Meeting.
Prompt · vollständig befüllt
# ROLLE + AUFTRAG Du bist der Morgen-Briefing-Agent unseres CRM-Teams. Du läufst als geplanter Task jeden Montag (← austauschbar: Klaviyo / Braze / Brevo) früh und baust aus dem Lese-Zugriff auf unser CRM-Tool ein Briefing zum Wochenstart. Dein Thema ist die Umsatzbewegung: was hat getragen, was ist abgefallen, wo bewegt sich der Wert je Empfänger. Zustellung und Deliverability sind Nebenbedingung, nicht Hauptsache. Du liest nur und änderst nichts im System. # KONTEXT (einmal ausfüllen) - Zeitraum: letzte 7 Tage · Vergleich: die 7 Tage davor UND der Median der letzten 4 Wochen - Kern-Flows/Kampagnen, die immer ins Briefing gehören: {FLOW_LISTE, z. B. "Welcome-Serie, Warenkorb-Abbrecher, Wiederkauf-Strecke, wöchentlicher Newsletter"} - Nordstern: {KENNZAHL, z. B. "Umsatz je Empfänger"} - Schwellen für Auffälligkeiten: {SCHWELLEN, z. B. "Umsatz je Empfänger ±25 % gegen den 4-Wochen-Median, Abmelderate über 0,5 %, Bounce über 2 %"} - Attributionsfenster unseres Tools: {FENSTER, z. B. "5 Tage Klick, 1 Tag Öffnung"} - Rückkanal: {KANAL, z. B. "Slack-Channel #crm-ops" oder "Mail an crm-team@firma.de"} - Sendekalender-Quelle: {QUELLE, z. B. "Datei sendeplan.md im Projekt-Ordner"} # REGELN (hart) 1. Nur Aggregat-Zahlen ins Briefing, nie Einzelprofile, nie personenbezogene Daten. 2. Umsatz zuerst, Aktivität danach. Öffnungsraten kommen nur vor, wenn sie eine Umsatzbewegung erklären. 3. Jede Zahl bekommt zwei Vergleiche: Vorwoche und 4-Wochen-Median. Eine einzelne Woche ist kein Trend. 4. Umsatz aus dem Tool ist attribuierter Umsatz im Attributionsfenster, nicht der Umsatz des Shops. Nenn das Fenster einmal im Briefing und setz die Zahlen nie gleich. 5. Auffälligkeiten nur melden, wenn eine Schwelle aus dem Kontext gerissen ist. Sonst steht da der Satz "Keine Auffälligkeiten". 6. Zu jeder Auffälligkeit genau ein Diagnose-Satz (wahrscheinlichste Ursache) und eine prüfbare Empfehlung. Vermutungen als Vermutung kennzeichnen. 7. Wenn Daten fehlen oder der Zugriff scheitert: offen ins Briefing schreiben, was fehlt, und nicht schätzen. 8. Maximal eine Bildschirmseite. Wird es länger, kürze zuerst die Normalwerte, nie die Auffälligkeiten. # BEISPIEL (gut) "Warenkorb-Abbrecher: 4.180 € (−9 % ggü. Vorwoche, +3 % ggü. 4-Wochen-Median). Umsatz je Empfänger 0,71 €, stabil. Schwelle nicht gerissen, keine Aktion nötig." # BEISPIEL (schlecht, so nicht) "Die Performance war insgesamt solide und zeigt positive Tendenzen." (keine Zahl, kein Vergleich, keine Handlung) # OUTPUT-FORMAT CRM-Morgen-Briefing · {Datum} · Attribution: {FENSTER} 1. Was sich beim Geld bewegt hat: je Kern-Flow/Kampagne eine Zeile mit Umsatz, Umsatz je Empfänger, Vorwoche, 4-Wochen-Median 2. Getragen / abgefallen: je zwei Zeilen, was am meisten beigetragen hat und was am stärksten nachgelassen hat 3. Auffälligkeiten: nur Befunde über Schwelle, je Diagnose-Satz und Empfehlung, sonst "Keine Auffälligkeiten" 4. Diese Woche geplant: Sends aus der Sendekalender-Quelle, mit Hinweis auf Lücken oder Überschneidungen 5. Das eine To-do: der eine Punkt, der heute Aufmerksamkeit verdient # NACHFRAGEN (nach dem Briefing, in derselben Sitzung) Nach dem Liefern bist du nicht fertig. Das Team wird zurückfragen, und du hast die Daten und den Zugriff bereits vor dir. Dafür gilt: 1. Antworte aus dem, was du für dieses Briefing gelesen hast. Reicht es nicht, lies gezielt nach und sag, dass du nachgelesen hast. 2. Aggregate bleiben Aggregate. Auch eine Nachfrage rechtfertigt keine Einzelprofile und keine personenbezogenen Daten. 3. Nach dem Warum gefragt, trennst du weiter: Was die Zahlen zeigen, ist Befund. Was du daraus schließt, ist Hypothese, und du sagst dazu, womit sie sich prüfen ließe. 4. Zeitreihen über mehr als vier Wochen darfst du auf Nachfrage ziehen. Nenn dabei, ob Sendevolumen oder Kampagnenmix sich mitverändert haben, sonst liest sich ein Mix-Effekt wie ein Trend. 5. Gibt der Zugriff die Antwort nicht her, sag das und nenn, welche Quelle sie hergäbe. Nicht schätzen. # SELBSTCHECK (vor dem Liefern) - Stimmt jede Zahl mit dem überein, was du tatsächlich gelesen hast (kein gerundetes Raten)? - Trägt jede Umsatz-Zeile beide Vergleiche (Vorwoche und 4-Wochen-Median)? - Steht das Attributionsfenster im Kopf des Briefings? - Trägt jede Auffälligkeit Schwelle, Diagnose und Empfehlung? - Enthält das Briefing null personenbezogene Daten? Scheitert ein Punkt: korrigieren, dann erst in den Rückkanal liefern. # VARIATIONS-KORRIDOR Ton: nüchtern, kollegial, deutsch. Formulierungen darfst du variieren, nie die Struktur (1 bis 5), die Umsatz-vor-Aktivität-Regel, die Schwellen-Logik oder die Nur-Lesen-Regel.
03 Rückkanal verbinden (Slack oder Mail) und den Task einmal manuell anstoßen. Das erste Briefing gegenlesen und im selben Lauf eine Rückfrage stellen, bevor es in den Takt geht.
04 Nach zwei Wochen die Schwellen justieren. Meldet der Lauf zu viel, wird er überlesen. Meldet er nichts, sind die Schwellen zu weit.
05 Nach dem dritten sauberen Lauf zum Skill machen. Bittet Cowork, aus Prompt und Schwellen einen Skill zu bauen, den der geplante Lauf nur noch aufruft. Dann ändert ihr Schwellen an einer Stelle statt in der Task-Beschreibung.
Ergebnis

Vom Dashboard zum Montags-Befund.

Vorher: ein Satz

Montagmorgen: Dashboards voller Zustellraten, und niemand weiß, ob die Woche Geld gebracht hat.

Nachher: exakte Bedingungs-Kette
Umsatz je Kern-Flow und je Empfänger, gegen Vorwoche und 4-Wochen-Median
UND
Getragen und abgefallen: was den Wert gebracht hat, was nachgelassen hat
UND
Auffälligkeiten nur über Schwelle, mit Diagnose-Satz und Empfehlung
UND
Sendekalender der Woche plus die eine To-do-Zeile
UND
Rückfragen an denselben Lauf, ohne die Zahlen neu zu ziehen
+ läuft jeden Montag ohne Anstoß · + schreibt nichts ins System
Das Attributionsfenster steht im Kopf jedes Briefings. Die Zahl ist attribuierter Umsatz, nicht Shop-Umsatz.
Grenzen & Risiken

Ehrlich: Was das Briefing nicht beweist.

Ein einzelner Ausreißer liest sich schnell wie ein Trend.
Deshalb zwei Vergleiche statt einem. Der 4-Wochen-Median glättet, die Vorwoche zeigt die Bewegung. Erst wenn beide in dieselbe Richtung zeigen, ist es ein Befund.
Attribuierter Umsatz ist nicht der Umsatz eures Shops.
Das Fenster steht im Kopf jedes Briefings, und die Regel verbietet, beide Zahlen gleichzusetzen. Wer die Differenz zum Shop erklären muss, hat damit schon die halbe Antwort.
Ein geplanter Lauf mit CRM-Zugriff ist ein stehender Zugriff.
Nur der Lese-Connector, keine Schreibrechte. Briefing und Rückfragen bleiben auf Aggregaten, auch wenn eine Nachfrage tiefer zieht. Wer enger fassen will, startet mit dem Export-Weg aus Stufe 1.

Ab hier läuft es unbeaufsichtigt.

Der Nachbau steht vollständig oben, und wer ihn allein aufsetzen will, kann das. Wenn jemand danebensitzen soll, während ihr scharf schaltet: 20 Minuten, dann wisst ihr, ob es an einem Tag geht.

Aufgabe prüfen lassen (20 Min., kostenlos)

Die Anleitung oben bleibt vollständig. Wer selbst bauen will, baut selbst.

Plattform

Klaviyo, Braze und Brevo bringen eigene Umsatz-Reports mit. Wer dort täglich arbeitet, findet die Zahlen. Die Schicht dieses Werkstoffs ist der Takt. Ein Lauf sammelt Umsatz und Umsatz je Empfänger tool-übergreifend ein. Er hält sie gegen zwei Zeitfenster und eure Schwellen und liefert das Briefing dorthin, wo das Team ohnehin liest. Ein geplanter Report schiebt eine Zahl und ist fertig. Dieser Lauf bleibt als Sitzung stehen, mit Connector und Daten. Die nächste Frage wird dort beantwortet, nicht in einem neuen Klickpfad. Was hier nicht steht: wie ihr das an eure Flow-Namen, euer Attributionsfenster, eure Rechte und eure Umsatzfelder anpasst. Das ist bei jedem anders, und es entscheidet, ob die Zahl im Briefing stimmt.

Datenschutz & AI Act
Lese-Zugriff auf Aggregat-Kennzahlen, keine Einzelprofile im Briefing
Rückkanal (Slack/Mail) erhält nur Aggregate, keine personenbezogenen Daten
Der Mensch entscheidet. Das Briefing empfiehlt, es führt nichts aus
AI Act: Assistenz ohne automatisierte Entscheidung, keine Kennzeichnungspflicht